Flexible Entlohnung: ganz im Sinne der neuen HR-Prioritäten

24 September 2020 - Das Lesen dieses Beitrages dauert 3 Minuten

COVID-19 hat viele Unternehmen gezwungen, ihre Prioritäten neu zu ordnen. Die Basisaufgaben wie Payroll, gehören nun zu Ihren wichtigsten Prioritäten. Darüber hinaus beobachten wir eine starke Verschiebung der Prioritäten zu mehr Kosteneffizienz und dem Fokus auf die Mitarbeiter, inklusive der Personalisierung und der Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben. Obgleich diese drei Ziele effektiv gemeinsam erreicht werden könnten, würde nur mehr Wert auf flexible Entlohnung gelegt, scheinen nur wenige Unternehmen die Verbindung zu erkennen.

In unserer Umfrage „The Future of Work and People in Europe – HR, Fluid as Hula-Hoop Shaking“ im Juni 2020, äußerten sich insgesamt 3.000 Unternehmen aus 11 europäischen Ländern zu ihren Prioritäten für die Zeit nach COVID-19. Hier die häufigsten Antworten:

Wichtigste HR Prioritäten nach COVID-19

Am anderen Ende des Spektrums: Entlohnungsstrategie. Das überrascht, denn intelligente und flexible Entlohnung passt perfekt zum angepassten HR-Schwerpunkt. Und so geht es.

Flexible Entlohnung und eine makellose Payroll

Flexibilität ist gleich Komplexität. Zumindest denken das viele Unternehmen. Deshalb meiden sie Entlohnungsstrategien, die Mitarbeitern zu viele Optionen bieten – vor allem jetzt, wo eine korrekte und rechtzeitige Lohnzahlung so wichtig ist.

„Dieses Bild stimmt nicht notwendigerweise“, sagt Ferdi Claes, MD HR Europe bei Computer Task Group. „Die Einführung eines flexiblen Entlohnungssystems ist kein Hexenwerk. Solange Sie gut vorbereitet sind, einen soliden Implementierungsplan haben und auf transparente Kommunikation achten, überwiegen die Vorteile den Aufwand bei Weitem. Außerdem schaut uns SD Worx über die Schulter, damit wir alle gesetzlichen Auflagen erfüllen. Heute wählen etwa 80 % unserer Mitarbeiter eine flexible Entlohnung und wir hören nur Gutes von ihnen.“ 

Flexible Entlohnung und Kosteneffizienz

Wenn es hart auf hart kommt, neigen viele Arbeitgeber dazu, Einsparungen als erstes bei Lohnkosten, einem bedeutenden Kostenfaktor, vorzunehmen oder zumindest zu versuchen bis ins Letzte zu optimieren. Ein flexibles Entlohnungssystem passt nicht zu dieser Strategie, da es den (unbegründeten) Ruf hat, ein Kostentreiber zu sein.

Marleen Dolfeyn, Portfolio Manager bei SD Worx, zeichnet ein anderes Bild: „Flexible Vorteile wie Zulagen, Versicherungen, zusätzlicher Urlaub, Mobilitätsangebote und IT-Vergünstigungen sind tatsächlich eine budgetneutrale Entlohnungsmöglichkeit. Noch besser! Sie schaffen Werte, ohne dafür zahlen zu müssen. Das hat wiederum einen positiven Effekt auf Abwesenheiten und Produktivität. Außerdem gibt es oftmals steuerlich vorteilige Regelungen für flexible Entlohnungen. Und als i-Tüpfelchen kann SD Worx den flexiblen Entlohnungsprozess mit einfallsreicher Software für HR-Manager und Beschäftigte vollständig automatisieren und Unternehmen somit viel Zeit sparen. Lange Rede, kurzer Sinn: Flexible Vorteile führen indirekt und direkt zu geringeren Kosten.“

Flexible Entlohnung und engagierte Mitarbeiter

Heute ist es mehr denn je geboten, besonderes Augenmerk auf Ihr Personal zu richten. Die COVID-19-Pandemie beeinflusst nicht nur Ihr Unternehmen, sondern auch Ihre Beschäftigten. Sowohl beruflich als auch privat stehen Sie vor neuen Herausforderungen. Flexible Entlohnung könnte das fehlende Glied der Kette sein.

„Heute wollen Berufstätige aller Generationen ein maßgeschneidertes Gehaltspaket“, meint Leen Scheepens, Senior HR-Manager BeNeLux bei Robert Half. „Unsere eigene Forschung zeigt, dass etwa vier von zehn Beschäftigten über einen Arbeitgeberwechsel nachdenken würden, falls sie keinen Einfluss auf das Entlohnungssystem hätten. Individuelle Bedürfnisse und Vorlieben durch eine flexible Entlohnung zu berücksichtigen, kann dem Entgegenwirken und das Engagement der Mitarbeiter enorm steigern.“

Klammern an alte Gewohnheiten

Unsere Umfrage erfasst, dass beinahe die Hälfte der befragten Unternehmen in Europa ihren Beschäftigten nur ein Festgehalt anbieten, während mehr als 30 % nicht planen, die Flexibilität der Entlohnung kurzfristig zu erhöhen. Machen Sie nicht denselben Fehler. Die flexible Entlohnung hat mehr Vorteile, als man auf den ersten Blick glaubt.

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